Atem-und Stimmstörungen

Atemstörungen

Atemstörungen treten meist in Kombination mit Stimmstörungen auf, können aber auch eine Folge von zentral bedingten Nervenerkrankungen, z.B. Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson sein.
Durch gezielte Übungen mit den Atmungsorganen ist es möglich, die Atemkapazität zu stärken und möglichst lange zu erhalten.

Stimmstörungen

Wie wichtig die Stimme für unser Leben ist, wird einem oft erst bewusst, wenn sie den alltäglichen Belastungen nicht mehr standhält. Die Kommunikation mit den Mitmenschen wird dann eingeschränkt, aber auch Emotionen wie Wut oder Freude kann man nicht mehr adäquat ausdrücken.
Stimmstörungen können sich durch Heiserkeit, Räusperzwang oder Kloßgefühl im Hals zeigen.

Man unterscheidet zwischen organischen Stimmstörungen, funktionellen Stimmstörungen und psychogenen Stimmstörungen.

Organische Stimmstörungen

Hier liegt eine organische Veränderung an den Stimmbändern oder im Kehlkopf vor, zum Beispiel die Lähmung eines Stimmbandes. Man spricht dann von einer Recurrensparese. Durch gezielte Übungen kann die Stimme meist ihre volle Funktkionsfähigkeit wiedererlangen. Wenn ein Stimmband zum Teil entfernt werden muss, zum Beispiel nach Tumorerkrankungen, kann eine neue Stimme aufgebaut werden, sodass es möglich ist, wieder voll am kommunikativen Leben teilzuhaben.

Funktionelle Stimmstörungen

Hier liegt keine organische Erkrankung an den Stimmbändern vor. Durch Fehlspannungen in der Kehlkopfmuskulatur.kommt es zu einer angestrengten Stimmgebung. Häufig sind davon Berufsgruppen betroffen, die einer erhöhten Stimmbelastung ausgesetzt sind, z.B. Lehrerinnen und Lehrer oder Erzieherinnen und Erzieher. Das Sprechen zu einer größeren Gruppe, oft innerhalb einer Geräuschkulisse, wird dann zum Problem. Da die davon betroffenen Personen lediglich verlernt haben, ihre Stimme ökonomisch einzusetzen, ist eine Therapie meist sehr erfolgversprechend.

Psychogene Stimmstörungen

Auch hier liegen Fehlspannungen im Bereich der Kehlkopfmuskulatur vor, die allerdings eine stark psychische Komponente haben. Durch sehr starke Belastungen im Alltag oder psychische Traumata kann auch die Stimme betroffen sein.
Auch hier kann eine Stimmtherapie sehr hilfreich sein. Eine begleitende Psychotherapie ist in diesem Fall jedoch sinnvoll.